Über 20 Tipps: So kannst du im Architekturstudium Geld sparen

Wir alle wissen, dass das Architekturstudium sehr teuer ist. Neben den normalen Lebenshaltungskosten musst du für Modellbau-Material, deine Arbeitsmaterialien zum Zeichnen, einen Laptop und auch Exkursionen ziemlich tief in die Tasche greifen.

Deshalb findest du hier meine Tipps und die Tipps meiner Leser*innen, wie du im Architekturstudium Geld sparen kannst. 

Diese Liste werde ich ständig aktualisieren. Über Updates und neue Blogbeiträge wirst du in meinem Newsletter auf dem Laufenden gehalten.

Tipps zum Geld sparen im Architekturstudium | Architektur-studieren.info

1. Kenne deine Einnahmen und Ausgaben

Bevor du Geld ausgeben kannst, musst du wissen wie viel dir zur Verfügung steht. Leg dir hierfür eine Excel-Tabelle an oder nutze die MoneyControl-App, in der du all deine monatlichen und jährlichen Ausgaben sowie deine Einnahmen dokumentierst.

Lege Budgets fest und versuche etwas für Notfälle und Unvorhersehbares zurück zu legen.

Wie viel kostet das Architekturstudium?

Zusätzlich findest du in meinem Artikel „Wie teuer ist ein Architekturstudium?“ Angaben für die spezifischen Kosten im Architekturstudium, an denen du dich bei deiner Budgetplanung orientieren kannst.

Wie kann ich mein Architekturstudium finanzieren?

In meinem Studienführer Architektur habe ich Möglichkeiten der Studienfinanzierung für dich zusammengestellt. Dort findest du auch wichtige Infos, wenn du nur in Teilzeit Architektur studieren und nebenbei arbeiten gehen möchtest.

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Mit dem Gutscheincode archi15 bekommst du 15 Prozent Rabatt beim Kauf eines Studienführers hier im Online-Shop. Der Gutschein ist vom 10.09. bis zum 30.09.2019 gültig.

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Nebenjobs

Ideen für Nebenjobs findest du hier: Welche Nebenjobs bieten sich im Architekturstudium an?

2. Lass dich von den Rundfunkgebühren befreien

Wenn du BAföG erhältst und nicht bei deinen Eltern wohnst, kannst du dich von den Rundfunkgebühren befreien lassen und 210 Euro im Jahr sparen. Das geht sogar online und bis zu 3 Jahre rückwirkend.

3. Lass dir Begrüßungsgeld schenken

Viele Städte schenken Studierenden, die ihren Hauptwohnsitz in die Stadt verlagern, ein Begrüßungsgeld oder Gutscheine für Angebote vor Ort. 

Zum Beispiel bekommst du auf Antrag 150 Euro in Dresden, in Cottbus 200 Euro und in Karlsruhe ein Begrüßungspaket. In Berlin und Leipzig gibt es 2019 kein Begrüßungsgeld/keine Umzugsbeihilfe für Studentinnen und Studenten.

Falls du nur deinen Zweitwohnsitz/Nebenwohnsitz in deine Studienstadt verlegen willst bzw. deinen bisherigen Wohnsitz als Zweitwohnsitz/Nebenwohnsitz behalten möchtest, solltest du überprüfen, ob deine Stadt/Gemeinde Zweitwohnsitzsteuern erhebt.

4. Nutze ein kostenloses Konto mit kostenloser Kreditkarte (mit Apple Pay und Google Pay)

Du zahlst Kontoführungsgebühren bei deinem Girokonto oder Gebühren auf deine Kreditkarte? Dann solltest du zu einem kostenlosen Girokonto wechseln:

Ich selbst nutze das kostenlose DKB Cash Girokonto mit der kostenlosen DKB VISA Card* seit Jahren. Seit kurzem ist mit der Kreditkarte auch Apple Pay und Google Pay für kontaktloses Zahlen möglich.

Für die Kreditkarte fällt keine Jahresgebühr, sowie keine Gebühren im Ausland oder beim Geld abheben, an.

 

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Hinweis: Information laut § 18 Abs. 6 Zahlungskontengesetz: Dieser Vergleich stellt keine vollständige Marktübersicht dar.

5. Laptop kaufen und viel Geld sparen

Besonders gute Angebote für Laptops findest du bei Notebooksbilliger (mit extra Angeboten für Studierende*) sowie bei Amazon* bzw. „gebraucht“ im Amazon Warehouse*.

Aber bevor du etwas kaufst, was sich nicht lohnt, erkläre ich dir in diesem Blogbeitrag ausführlich, worauf du beim Kauf eines Laptop achten musst – und welche Alternativen du notfalls nutzen kannst: Welcher Laptop eignet sich für das Architekturstudium?

6. Software kostenlos verwenden

Die Lizenzen für Software sind arschteuer und von Raubkopien solltest du aus guten Gründen absehen.

Im Blogbeitrag „Kostenlose Software für Architektur-Studierende“ liste ich dir Software auf, die du im Architekturstudium kostenlos nutzen kannst. Außerdem nenne ich dir preiswerte Alternativen für Photoshop, Indesign & Co.

Manche Software-Lizenzen gibt es aber nicht kostenlos. Bevor du die kaufst, check die PCs in deiner Hochschule ab, ob du sie dort kostenfrei nutzen kannst.

7. Kaufe gebraucht

Ziemlich viele der Arbeitswerkzeuge, dass du für dein Architekturstudium benötigst, kannst du gebraucht kaufen. Beispielsweise die Zeichenplatte oder die Rapidographen, die du wahrscheinlich nur im 1. Semester verwenden wirst.

Aber auch deinen Laptop oder andere Technik kannst du „gebraucht“ kaufen. Dabei solltest du aber auf seriöse Händler zurückgreifen, die dir dennoch die volle Garantie gewährleisten und Technik vor dem Verkauf auf ihre Funktionalität prüfen.

Technik

  • Amazon Warehouse* mit stark reduzierten Angeboten auf zurückgesendete, aber geprüfte Ware (z.B. MacBook Pro, iPad Pro, Apple Pencil, AirPods*)
    Achte auf die genaue Beschreibung des Zustandes, ich kaufe z.B. nur gebrauchte Technik, bei der der Versandkarton beschädigt ist oder kleine Kratzer bis 1cm auf der Rückseite des Gerätes sind – das entspricht dem Zustand „Wie neu“ und „Sehr gut“.
  • Apple Refurbished

Arbeitsmaterial und Bücher

  • Facebook-Gruppe deiner Fachschaft, Fakultät, Hochschule oder deines Studienjahrgangs
  • (Online-)Pinnwand deiner Fachschaft, Fakultät oder Hochschule

8. Verbündet euch

Wenn ihr das gleiche Projekt bearbeitet, lohnt es sich das Umgebungsmodell gemeinsam zu bauen und die individuellen Entwürfe über Einsatzplatten einzuarbeiten. Das spart Geld und Zeit.

Auch Modellbaumaterial könnt ihr eventuell gemeinsam in größeren Mengen kaufen und vorher die Händler nach Mengenrabatten fragen.

9. Günstige(r) Architektur-Modelle bauen

Modellbaumaterial kann ein riesiges Loch in deine studentische Kasse reißen. Hier meine sehr simplen Tipps, wie du sparen kannst:

  • Recycle! Nutze stabile und saubere (Versand-)Kartons für Arbeitsmodelle und evt. auch Umgebungsmodelle. Große Pappen bekommst du kostenlos in Geschäften in deiner Umgebung, wenn du höflich danach fragst. Zum Beispiel im Supermarkt oder bei Fahrradhändlern.
  • Bewahre deine Materialreste ordentlich auf und verwende sie bei deinen nächsten Projekten.
  • Auch teure Staffage – Bäume, Menschen, usw. – kannst du nach deiner Präsentation und nachdem du ordentliche Fotos von deinem Modell gemacht hast, ablösen und wiederverwenden.
  • Es gibt zahlreiche DIY-Anleitungen, wie du z.B. Bäume und Menschen günstig basteln kannst. Ich sammle sie in meinem Pinterest-Board archi.DIY | modellbau.

10. Preiswert Plotten und drucken, auch 3D

Papier & Druckertinte sparen

Auf dem Campus deiner Hochschule gibt es ganz sicher einen Copyshop in dem du preiswert Skripte und andere Sachen ausdrucken kannst. Manche Hochschulen bieten auch Copycards an, mit denen du die Drucker deiner Hochschule günstig nutzen kannst.

Preiswert plotten & 3D-drucken

Hierfür kontaktierst du am besten deine Fachschaft und fragst, ob und wie du an deiner Hochschule bzw. in deiner Stadt am günstigsten große Pläne plotten oder auch 3D-drucken kannst.

Manche Hochschulen haben für ihre Studierenden eigene Plotter & (3D-)Drucker, die du meist mit Termin und evt. einer Schulung kostengünstig nutzen kannst. Die Studierenden höherer Semester kennen aber i.d.R. auch die Preise der Copyshops vor Ort und können dir die besten empfehlen.

11. Lerne Sprachen, ohne Geld auszugeben

Sprachkurse kannst du kostenlos an deiner Hochschule machen. Für manche Kurse musst du vorm/zum Semesterbeginn nur schnell genug sein, um einen Platz zu ergattern. Die Sprachkurse deiner Hochschule haben den großen Vorteil, dass du sie mit einem Zertifikat abschließen und somit z.B. als Nachweise für Stipendien für dein Auslandssemester verwenden kannst.

12. Kostenlos und preiswert lesen (und 3D drucken und scannen)

Viele Fach- und Lehrbücher, aber auch Romane, Tageszeitungen und Fachmagazine kannst du als Student*in kostenlos lesen.

Und zwar hier:

  • Hochschulbibliothek (kostenlos): Lehrbücher, Fachbücher und eine große Auswahl an E-Books und Fachmagazinen, Zugriff auf Statistiken und andere Quellen des wissenschaftlichen Arbeitens
  • Stadtbibliothek (kostenlose oder vergünstigte Tarife für Studierende): E-Books, Romane & Co. und andere Medien, bis hin zu kostengünstigem 3D-Druck und 3D-Scan (z.B. in der Stadtbibliothek Köln, der Stadtbibliothek Berlin Mitte oder der Stadtbibliothek Potsdam).
  • Booksharing: Sicher gibt es auch in deiner Stadt Bücherschränke oder Büchertauschpunkte, an denen du kostenlos Bücher tauschen kannst.
  • Kindle Unlimited* kannst du 30 Tage kostenlos testen und bekommst unbegrenzten Zugriff auf mehr als 1 Million eBooks und tausende Hörbücher. Falls du keinen Kindle hast, kannst du die kostenlose Kindle-App zum lesen verwenden.

13. Fit bleiben mit Hochschulsport

Bevor du dich in einem teuren Fitnessstudio anmeldest, checke das Angebot vom Hochschulsport. Dort gibt es meist ein sehr umfangreiches, kostenloses oder preiswertes Sportangebot, das vom klassischen Ballsport und Ballspielen, über Kampfsport und Individualsport bis hin zu Entspannungskursen und Yoga reicht.

Du musst nur bei der Anmeldung zum Semesterbeginn sehr, sehr schnell sein, da i.d.R. alle Kurse schnell ausgebucht.

14. Teste das Mensa-Essen und sammle Rezepte mit mir

Manch eine Mensa ist besser als ihr Ruf. Viele Hochschulen haben echt gute Mensen mit einem vielseitigem und vor allem sehr preiswerten Essensangebot. Meist bist du für 2 bis 3 Euro dabei und kannst die Zeit mit deinen Mitstudierenden verbringen.

Und falls dein Mensaessen doch eher nicht-so-lecker ist oder du nach günstigen Rezepten für abends suchst, komm bei Pinterest vorbei: life. REZEPTE FÜR STUDIERENDE.
In diesem Gruppenboard möchte ich gemeinsam mit euch Rezepte sammeln. Um mitzumachen, musst du mir nur folgen und eine Nachricht senden.

15. Rette Lebensmittel (und spare Geld)

Du musst nicht containern gehen, um an günstige Lebensmittel zu kommen, sondern kannst stattdessen Foodsharing und TooGoodToGo nutzen.

16. Günstig rumkommen: Dein Semesterticket

Für Ausflüge in die Umgebung kannst du dein Semesterticket nutzen, das du an vielen Hochschulen mit deiner Immatrikulation bzw. Rückmeldung erhältst.

Oft gilt das Semesterticket fürs ganze Bundesland, aber das ist überall anders geregelt. Check also die Regeln deines Tickets vorher genau ab.

17. Günstig um die Welt reisen

Soll es über den Geltungsbereich deines Semestertickets hinaus gehen, nutze die Angebote der Deutschen Bahn. Die sind nicht nur umweltfreundlich, sondern mit den Rabatten für alle unter 27 Jahren kannst du auf die BahnCard 25 und die BahnCard 50 doppelt Geld sparen.

Für Fernreisen empfehle ich dir STA Travel*, die neben günstigen Flügen auch Around-the-World-Tickets und weltweit Interrailpässe für Studierende und junge Menschen anbieten.

18. Setze deine Studienkosten von der Steuer ab

Sammle dafür bereits vor und ab deinem ersten Semester all die Quittungen, die mit deinem Architekturstudium zu tun haben. Das sind z.B. Fahrtkosten von Exkursionen, Ausgaben für Bücher und Modellbaumaterial oder für dein Auslandssemester.

ACHTUNG: Es gibt sehr, sehr, […] sehr viele unseriöse Angebote zu diesem Thema. Als ersten Einstieg empfehle ich dir das folgende Video des Lohnsteuerhilfevereins.

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Für ausführliche Informationen solltest du bei Steuerspartipps vorbei schauen.

Das Thema wirkt am Anfang etwas kompliziert, aber sobald du dich etwas eingelesen hast, kannst du deine Steuererklärung mit der Steuertipps-Software* (Windows/Mac*) sehr einfach erstellen. Mit dieser Software musst du dich nicht durch die einzelnen Formulare quälen, sondern wirst quasi durch deine Steuererklärung bzw. Verlustfeststellung geführt, bekommst Erläuterungen und weitere Tipps.

19. Nutze, was du schon hast

Ziemlich simpel: Wenn du sparen willst oder musst, nutze zuerst die Sachen, die du bereits daheim hast. Kaufe erst dann Neue, wenn deine Alten aufgebraucht oder wirklich nicht mehr praktikabel sind.

Das kommt nicht nur deinem Portmonee zu Gute, sondern spart auch andere Ressourcen und schützt die Umwelt.

Wir lassen uns viel zu schnell zu Käufen verleiten, die nicht wirklich notwendig sind. Und wahrscheinlich geht es dir manchmal wie mir: Ich kaufe wunderschöne Schreibwaren, obwohl ich schon unzählige Skizzenbücher und eine ganze Schublade voller Stifte im Schrank habe, die wahrscheinlich für die nächsten 20 Jahre reichen werden. 😇

Deshalb…

20. Kaufe nichts, was du nicht brauchst

Nur Geld das du nicht ausgibst, hast du wirklich gespart. 

Klingt wie ein Spruch deiner Mutter und stimmt wirklich. 😅

Frage dich einfach vor jedem Kauf, ob du etwas wirklich brauchst oder es nur haben willst.

TRANSPARENZ
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Außerdem gilt: Ich empfehle nichts, was ich nicht gut finde. Alles was ich im Blog vorstelle besitze bzw. nutze ich selbst, meist schon seit vielen Jahren.

Beitragsbild: Fabian Blank, unsplash.com

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