Nebenjobs für Architekturstudent? | © Anett Ring, Architektur-studieren.info

Kann man neben dem Architekturstudium arbeiten gehen? Welche Nebenjobs bieten sich an?

Fragen: Das Architekturstudium ist sehr zeitintensiv und kostspielig. Glaubst du denn, dass man dennoch für ein paar Stunden in der Woche arbeiten könnte? Wichtig wäre mir, dass es keine negativen Auswirkungen auf mein Studium hätte. Trotzdem wäre es gut, wenn ich irgendwie meinen Lebensstandard von jetzt einigermaßen halten könnte.
Außerdem würde mich interessieren welche Nebenbeschäftigungen es hinsichtlich dem Architekturstudium gibt?
Das man als durchschnittlicher Architekt nicht super reich wird, ist ja allgemein bekannt. Wie wäre denn deine Sicht und Erfahrung auf die Verdienstmöglichkeiten?

Nebenjob – Kann man neben dem Architekturstudium arbeiten gehen?

Neben dem Architekturstudium zu jobben ist schwierig, aber sicherlich nicht unmöglich. Und für einige Student*innen ist jobben zur Studienfinanzierung schlichtweg unentbehrlich.

Aber: Das Architekturstudium in Vollzeit ist sehr zeitaufwändig. Nach mehreren Studienprojekten, Konsultationen und Abgabefristen pro Woche fehlt dir vielleicht die Energie noch jobben zu gehen. Durchgearbeitete Nächte sind verachtenswert, aber leider ebenfalls üblich. 

Ich persönlich war froh, wenn ich in meiner geringen Freizeit schlafen, in Ruhe essen oder auch Freund*innen und Familie treffen konnte. Denn obwohl ich sehr gut organisiert bin und gute Zeitplanung eine meiner besten soft-skills ist, war ich ziemlich ausgelaugt, wenn ich alle Aufgaben fürs Architekturstudium erledigt hatte.

Dennoch habe ich über mehrere Jahre als studentische Hilfskraft bei verschiedenen Professor*innen gearbeitet. Das hat nicht nur viel Spaß gemacht, sondern ich habe auch einen guten Einblick in den Wissenschaftsbetrieb bekommen und viel dabei gelernt.

Gute Nebenjobs für Architektur-Studierende

Ich würde dir immer Architektur-nahe Nebenjobs empfehlen. Sie passen besser zu deinem eigentlichen Vollzeitjob als Architektur-Student*in als andere.

Vorteile, die solche Nebenjobs bieten:

  • Nebenjob ggf. als Pflichtpraktikum anrechnen lassen (Vorher Studien- und Prüfungsordnung checken!)
  • Möglichkeit, erste Arbeitserfahrungen zu sammeln,
  • Herausfinden, welche fachlichen Schwerpunkte und Teamgrößen für dich interessant bzw. angenehm sind.
  • Arbeitsabläufe „auf dem Bau“ oder im Wissenschaftsbetrieb kennenlernen,
  • Theoretisch erlerntes Wissen in der Praxis anwenden,
  • Hilfreiche Kontakte in die Branche knüpfen, 
  • Potentielle Arbeitsstelle (für nach dem Studium) sichern – 
  • Andere Architekt*innen kennen die komplexen Arbeitsbedingungen im Architekturstudium und haben eher Verständnis, wenn du kurz vor einer Abgabe nicht so viel Zeit im Nebenjob verbringen kannst.

Beispiele für gut geeignete Nebenjobs im Architekturstudium: 

Besonders gut geeignet sind:

  • Jobs als Studentische Hilfskraft (z.B. bei Professor*innen oder an deiner Fakultät) sowie 
  • als Bauzeichner*in oder Aushilfe/Werkstudent*in in Architekturbüros (insofern man ausreichende Vorkenntnisse hat).

Ebenfalls gut geeignet sind Nebenjobs mit flexiblen Arbeitszeiten. Also viele der „klassischen“ Studierendenjobs wie… 

  • Nachhilfe, 
  • Babysitten, 
  • Aushilfe in der Gastronomie (Verkauf, Kellnern, Spülen, usw.),
  • Warenverräumung und Kasse im Supermarkt oder Einzelhandel, 
  • Host/Hostess,
  • Lieferfahrer*in, (Fahrrad-)Kurier*in,
  • Call-Center-Agent,
  • Produktionshilfe,
  • Inventurhilfe,
  • Stagehand (Bühnenaufbau usw.). 

Weiterhin kann man versuchen, über einen Job in den „Semesterferien“ vorzusorgen. Du solltest aber vorab einen Blick in die Prüfungs- und Studienordnung werfen. An manchen Hochschulen sind in der vorlesungsfreien Zeit Praktika oder bestimmte Kurse verpflichtend zu absolvieren.

Achtung: Das musst du beachten, wenn du neben dem Architekturstudium jobbst

Als Student*in mit Nebenjob musst du einige gesetzliche Vorschriften beachten. 

Dein Nebenjob kann zum Beispiel Auswirkungen auf… 

  • deine Steuern (insb. Einkommenssteuer),
  • ggf. dein Kindergeld,
  • deine Krankenversicherung (insb. bei Familienversicherung), 
  • andere (Sozial-)Versicherungen, 
  • dein BAföG oder auch 
  • ein Stipendium 

haben. 

Über etwaige Höchstgrenzen (Verdienst oder Arbeitsstunden) solltest du dich vorher ausführlich informieren. 

Die Studierendenwerke bieten hierfür i.d.R. ein ganz gutes Beratungsangebot an und können auf individuelle Gegebenheiten eingehen. Auch, wenn du Probleme bei deiner Studienfinanzierung hast, dies dein Architekturstudium stark beeinflusst oder du nach Alternativen zum Nebenjob suchst.

Wie viel verdient man als Architekt*in?

Im Leser*innenbereich zum Studienführer Architektur findest du immer einen ausführlichen und aktuellen Artikel über die durchschnittlichen Löhne von Architekt*innen. 

Darin erkläre ich auch, von welchen Faktoren die Löhne von Architekt*innen abhängen und wo Architekt*innen (durchschnittlich) am meisten verdienen.

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