3 Tipps, wie du deinen Blick auf Architektur schärfst!

Um gute Architektur zu entwerfen, benötigst du jede Menge Fachwissen und Übung. Das Fachwissen bekommst du in der Hochschule vermittelt, wo du auch an Entwurfsprojekten üben darfst und musst. Das reicht dir nicht aus oder suchst du eine Möglichkeit, dich im Architekturstudium zu verbessern? Ich gebe dir drei Tipps, was du ohne großen Zeitaufwand und neben dem Studium tun kannst, um deinen Blick für Architektur zu schärfen.

Was ich damit meine? Für Entwurfsaufgaben ist es sehr wichtig den Kern der Aufgabe schnell zu erfassen, um Lösungsmöglichkeiten erarbeiten zu können. Das heißt, dass in deinem Kopf jedes Mal eine kleine SWOT-Analyse ablaufen muss, um anschließend deine erlernten Fachkenntnisse anzuwenden. Genau das kannst du wirklich easy trainieren!

1. Lies Bücher!

Lesen sollte zu deinen täglichen Aufgaben gehören. Bestenfalls bedienst du dich dabei aus einem Mix an Büchern über realisierte Gebäude (Sammlungen guter Bauprojekte), über Architekten und Architekturtheorie. Dabei wirst du schnell merken, welche Architekturstile dich ansprechen und inspirieren. Je mehr du über die unterschiedlichsten Theorien weißt, um so größer ist der Pool aus dem du beim Entwurf schöpfen kannst!
Neben Architekturbüchern solltest du auch einen Blick auf klassische Reiseliteratur werfen. Viele berühmte Autoren berichten sehr eindrucksvoll und emotional von ihren Reisen, den Städten und Orten die sie besucht haben.

Meine Buchtipps für den Anfang:

Viele Architekturbücher stelle ich dir hier auf Architektur-studieren.info vor, zahlreiche weitere Buchempfehlungen findest du auf meinem Architektur-Blog www.stadtsatz.de

Hast du ein Lieblings-Architekturbuch, dass du mir empfehlen kannst? Dann schreib sie mir doch in die Kommentare!

2. Führe ein Skizzen- und Notizbuch!

An jeder Hochschulen wird empfohlen, ein Skizzenbuch zu führen. Häufig gehört es zum Unterrichtsmaterial und du musst es am Ende des Semesters abgeben. Ich stand dann immer unter dem Druck, ordentlich zu zeichnen und irgendwelchen uninspirierten Mist zu skizzieren, nur damit das Skizzenbuch voll wird. Mir hat das zeitweise wirklich die Spaß am Zeichnen und Skizzieren genommen und der Übungseffekt war gleich null.
Mit meiner eigenen Methode fahre ich viel besser: Ich habe ein Skizzenbuch, das ich für Notizen, Entwurfsideen, Merkzettel, Skizzen, Zeichnungen und vieles mehr nutze. In meinem Büchlein haben auch schöne Postkarten und Magazinausschnitte, einzelne Fotografien oder auch mal kluge Worte Platz, die ich irgendwo aufschnappe. Ich sammle darin einfach alles was mich wirklich beschäftigt und inspiriert! Natürlich sieht so ein Skizzenbuch – von außen betrachtet – ganz schön chaotisch aus. Mir persönlich hilft es aber, meine Gedanken zu dokumentieren und zu sortieren.

Ich persönlich favorisiere die Skizzenbücher von Leuchttum 1917 (medium / A5)* und Hahnemühle*. Bei Architekten und Architekturstudenten sind auch Skizzenbücher von Moleskine* und die Hefte von Moleskine* sehr beliebt. [edit: In diesem Blogbeitrag schreibe ich mehr über Skizzenbücher und meine persönlichen Favoriten.]

3. Raus aus den 4 Wänden!

Neues zu entdecken gehört zur wichtigsten Inspirationsquelle für alle Kreativen. Dabei muss es nicht die weite Welt sein, es kann auch die Stadt oder Region sein, in der du vielleicht schon seit deiner Kindheit lebst. Wichtig ist, dass du deinen Blick schärfst und in eine Richtung lenkst, in die du bisher nicht geschaut hast.

Was kannst du konkret tun?

Du kannst damit anfangen, einen anderen Weg zur Hochschule zu gehen und dir unterwegs ganz genau die Gegend anzuschauen. Krempel deinen Alltag um! Anstatt vom Atelier direkt in die Straßenbahn zu fallen, kannst du ein Stück deines Heimweges auch mal zu Fuß zurück legen. Versuch deine Umwelt aufzusaugen: Was fällt dir auf? Welche Elemente bestimmen diesen Raum? Wer hält sich hier auf? Frag dich auch, wie du dich in diesem Raum fühlst, was für einen Eindruck er auf dich macht und woran das liegen könnte. Versuch diesen Raum zu unterschiedlichen Uhrzeiten und Perspektiven zu entdecken und sieh dir an, wie er sich verwandelt. Wenn du Bock hast, versuch auch mit Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen. Dokumentier deine Erlebnisse in deinem Skizzenbuch, mach Fotos und/oder kleine Sketchnotes.

Natürlich wäre es auch gut, wenn du in andere Länder reisen und fremde Kulturen entdecken könntest. Mir hat dazu im Studium das Geld und häufig auch die Zeit gefehlt. Mehr als ein paar Städtetrips waren, neben einem teurem Auslandssemester und zwei Exkursionen, einfach nicht drin. Reisen sind eine riesige Inspirationsquelle, wenn sie für dich aber nicht machbar sind, stehen dir immer noch viele Türen in andere Welten offen!

Showing 2 comments
  • Nadine Scholze
    Antworten

    Hallo Anett!
    Ich fange nächste Woche mein 2 Semester an . Mir gefallen deine Seiten sehr gut.
    Viele Grüße
    Nadine

    • Anett
      Antworten

      Hallo Nadine, das freut mich sehr zu hören – Danke! 🙂 Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg im nächsten Semester. Anett

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