Architektur ist deine Leidenschaft. Du brennst dafür, Gebäude zu entwerfen, die Menschen inspirieren und begeistern. Aber wie kannst du deinen Blick für Architektur schärfen? Und so deine Fähigkeiten als (angehende*r) Architekt*in und im Architekturstudium verbessern?
In diesem Blogbeitrag gebe ich dir 3 Tipps, die dir dabei helfen, ein besseres Verständnis für Architektur zu entwickeln.
Meine Tipps sind alltagstauglich und lassen sich problemlos in deinen stressigen Alltag als Architekturstudent*in einbinden.
1. Werde zur Beobachterin
Der wichtigste Schritt ist, dass du deine Umgebung bewusst wahrnimmst.
Schau dir Städte und Gebäude genau an.
- Achte auf die Formen, Materialien, Farben und Details.
- Was gefällt dir gut? Was könnte verbessert werden? Und vor allem: Warum?
- Kannst du Neues entdecken?
- Welche Elemente bestimmen diesen Raum?
- Wer hält sich hier auf?
- Wie fühlst du dich in diesem Raum? Was für einen Eindruck macht er auf dich? Woran könnte das liegen?
- Wie riecht es hier? Woher kommt der Geruch?
- Welche Geräusche nimmst du wahr? Achte auf die leisen Töne. Woher kommen sie?
- Versuch Städte und Gebäude zu unterschiedlichen Uhrzeiten und Perspektiven zu erleben. Was ändert sich?
2. Führe ein Skizzenbuch
Trag immer ein kleines Skizzenbuch und Stifte bei dir. Nutze deine Pausen oder Wartezeiten, um Skizzen von Gebäuden oder architektonischen Details anzufertigen. Das Üben des Zeichnens wird deine Aufmerksamkeit für architektonische Feinheiten schärfen.
Deine Skizzen müssen keine mega Kunstwerke werden. Sie sind nur für dich, also musst nur du sie verstehen.
Meine Methode: Ich sammle in meinem Skizzenbuch alles, was mich wirklich inspiriert oder beschäftigt. Also Notizen, Entwurfsideen, Postkarten, Magazinauschnitte, Merkzettel, kluge Worte von anderen, Einkaufslisten, Fotos, Skizzen, Zeichnungen und vieles mehr.
Das wirkt ziemlich chaotisch. Es hilft aber, die eigenen Gedanken zu dokumentieren und zu sortieren.
3. Lies mehr (Architektur-)Bücher
Lesen sollte zu deinen täglichen Aufgaben gehören. Und wenn es nur 3 Seiten sind.
Bestenfalls bedienst du dich dabei aus einem Mix an Sach- & Fachbüchern und literarischen Werken.
Bücher über realisierte Gebäude, über Architekt*innen und Architekturtheorie solltest du also ebenso lesen, wie Romane, SciFi oder Krimis.
Sach- und Fachbücher
Beim Lesen wirst du schnell merken, was dich anspricht und inspiriert. Je mehr du über die unterschiedlichsten Theorien und Bautechniken weißt, um so größer ist der Pool aus dem du beim Entwurf schöpfen kannst.
Meine Buchtipps für deinen Anfang:
Weitere Buchempfehlungen:
- Architekturbücher (Sach-, Fach- und Lehrbücher)
- Architektur-Newsletter – Hier stelle ich regelmäßig gute Architekturbücher vor
Unterhaltungsliteratur
Autor*innen schaffen Charaktere, Landschaften, Gebäude und Epochen, von denen sie dir erzählen. Aber egal wie detailliert sie diese Welt beschreiben, du wirst sie dir anders vorstellen als eine andere Leserin.
Deine Kreativität und Fantasie macht den Unterschied.
Studien konnten außerdem belegen, das Lesen deine Empathie, dein Konzentrationsvermögen, dein selbstständiges Denken und deine Ausdauer fördert.
Das alles sind unfassbar wichtige Fähigkeiten, die du als angehende*r Architekt*in brauchst. (Und die uns allen zwischen TikTok, Bierpong und jeder langweiligen Vorlesung verloren gehen.)
Buchempfehlungen
Ob du zusätzlich Krimis, Liebesromane, klassische Reiseliteratur oder Fantasy liest, ist egal. Nimm die Unterhaltungsliteratur, die dir gefällt.
Falls du unbedingt eine Empfehlung möchtest, probiere es mit „Silo“*. Die dystopische Welt, die der Autor schafft, ist mindblowing.
Fehlendes Konzept für deinen Architektur-Entwurf?
Du brauchst Unterstützung für ein ganz bestimmtes Projekt? Weil du nicht genau weißt, wie du gezielt zu guten Ideen für eine Aufgabenstellung kommst?
In meinem Online-Kurs „Kreativitätsbooster“ erkläre ich dir, wie du richtig gute Ideen für deinen Entwurf findest und ein überzeugendes Konzept erarbeitest.