„Elite-Universitäten“ – Auch fürs Architekturstudium in Deutschland?

Dieser Blogbeitrag ist Teil meiner Serie „Welche Hochschule ist die richtige für mich?“ in der ich viele Infos und Tipps zur Hochschulwahl mit dir teile.

Unser Hochschulsystem kennt das verzerrte Bild der „Eliteuniversitäten“, wie sie uns vor allem aus dem angloamerikanischen Raum bekannt sind, eigentlich nicht. Diese Unis sind bekannt für ihre guten Professor*innen, ihre sehr gute Ausstattung und ihre hohe Anerkennung unter Personalentscheider*innen.

Stattdessen kann man in Deutschland die meisten (Fach)-Hochschulen und Universitäten als recht gut bezeichnen. Auch für Architektur-Studiengänge.

Oder anderes gesagt: Es beeinflusst deine Berufschancen nicht grundlegend, ob du deinen Abschluss in Stuttgart, Münster oder Erfurt (oder sonst wo) gemacht hast.

Natürlich ist es nicht egal, wo du studiert hast. Aber die Unterschiede sind nicht so krass, dass du mit einem Abschluss von einer bestimmten Hochschule von vornherein keine Chancen hast. Ebenso bedeutet der Abschluss einer größeren, vermeintlich renommierten Universität nicht automatisch, dass du damit „die besten Jobs“ bekommen wirst.

Die meisten Arbeitgeber*innen wird der Name deiner Hochschule eher nicht beeindrucken.

 

Exzellenzinitiative und Exzellenzstrategie vs. „Eliteuniversität“

Der Begriff „Eliteuniversität“ wird in Deutschland fälschlicherweise für Universitäten verwendet, deren Forschung (!!!) durch die Exzellenzinitiative (ab 2019: Exzellenzstrategie) des Bundes und der Länder besonders gefördert wird.

Die Förderung der Forschung hat aber nicht automatisch einen positiven Einfluss auf die Lehre der Studierenden. Im Gegenteil: Kritiker der Exzellenz-Förderungen sagen, dass eine übermäßige Förderung der Forschung die Qualität der Lehre verschlechtere.

Wenn du nach deinem Architekturstudium eine Karriere in der Forschung anstrebst, könntest du auf die verschiedenen Forschungsförderungen achten und eine Universität einer (Fach)-Hochschule vorziehen. Denn leider lassen nicht alle Universitäten (Fach)-Hochschulabsolvent*innen zur Promotion zu oder legen ihnen zusätzliche Anforderungen auf, obwohl die Master-Abschlüsse (auf dem Papier) eigentlich gleichgestellt sind. (Aber auch das ist kein Stein im Weg, den man nicht weggeräumt bekommt!)

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