Berufsbezeichnung Architekt / Architektin

In Deutschland darfst du dich nur Architekt*in nennen, wenn du in die Architektenliste einer Architektenkammer eingetragen bist. Die Kammern verstehen sich als Interessenvertretung aller Architekten und Architektinnen und dienen dem Verbraucherschutz.

 

Wie werde ich Architekt / Architektin?

Die Voraussetzungen, die für die Aufnahme in die Architektenliste erfüllt sein müssen, regeln in Deutschland die Architektengesetze der jeweiligen Bundesländer und die Satzungen der Architektenkammern.

Neben einem abgeschlossenen Architekturstudium benötigst du Berufserfahrung von mindestens zwei Jahren. Für die Anerkennung des Architekturstudiums sind in Deutschland eine Regelstudienzeit von mindestens 8 Semestern vorgegeben, sowie inhaltliche Standards definiert, die der Studiengang erfüllen muss.
Da die meisten Bachelor-Studiengänge nur 6 Semester Regelstudienzeit vorsehen, ist i.d.R. der Abschluss eines konsekutiven Master-Studiums notwendig. Auch die Architektenkammern empfehlen ein 5-jähriges Architekturstudium (entspricht: 10 Semester).

Diese Empfehlung entspricht internationalen Richtlinien: D.h. auch in anderen Ländern wird häufig ein erfolgreich abgeschlossenes Studium nach inhaltlich definierten Standards und eine Regelstudienzeit von 10 Semestern sowie Berufserfahrung zur Zulassung als Architekt*in gefordert.

Achtung: Wer sich Architekt/Architektin nennt, ohne eine entsprechende Zulassung zu besitzen, macht sich ggf. strafbar!

Hier findest du eine Liste aller deutschen Architektenkammern, sie sind deine Ansprechpartner wenn du nach dem Studium Architekt*in werden möchtest.

 

Welche Vorteile hat die Eintragung in die Architektenliste?

Die Berufsbezeichnung Architekt / Architektin berechtigt dich zur Einreichung eines Bauantrages und ist somit fast zwangsläufig für die Arbeit als selbstständiger Architekt*in (Freie*r Architekt*in) erforderlich.

Wichtig für dich ist auch, dass die Eintragung in die Architektenliste mit einer Pflichtmitgliedschaft in der jeweiligen Landesarchitektenkammer verbunden ist und alle standesrechtlichen Vorschriften einhalten musst.

Für die Arbeit als Angestellte/Angestellter – zum Beispiel in einem Architekturbüro – ist der Titel „Architekt/Architektin“ in der Regel keine Voraussetzung.

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