15 Tipps mit denen du ein erfolgreiches Architektur-Portfolio erstellst | Anleitung für Architektur-Student*innen | © Anett Ring, Architektur-studieren.info

15 Tipps für ein erfolgreiches Architektur-Portfolio

Wenn du als Architektur-Student*in oder -Absolvent*in erfolgreich in der Branche durchstarten willst, ist ein gut gestaltetes Architektur-Portfolio unverzichtbar. Du zeigst damit potenziellen Arbeitgebenden und Unis, was du drauf hast. 

In diesem Artikel findest du 15 wertvolle Tipps, um ein überzeugendes Architektur-Portfolio zu erstellen, das deine Kreativität, dein Wissen, deine Erfahrungen und deine Fähigkeiten bestmöglich präsentiert. Von der Auswahl deiner besten Projekte bis hin zur Gestaltung des Layouts – bekommst du von mir Tipps, um dein Portfolio zu verbessern.

Inhalt

1. Wähle nur deine besten Projekte aus

Am wichtigsten beim Erstellen deines Architektur-Portfolios ist die Auswahl deiner Projekte. Wählen ausschließlich Arbeiten aus, die deine Stärken und Fähigkeiten zeigen und zu den Anforderungen des Unternehmens/der Uni passen, wo du dich bewerben möchtest.

Überzeugt dich ein Projekte nicht, lass es raus oder überarbeite es.

2. Gib Kontext

Wer dein Portfolio sieht, kennt dich und deine Projekte nicht.

Stell deshalb sicher, dass du den Kontext deiner Projekte erläuterst:

  • Welche Rahmenbedingungen gab es und welche Herausforderungen hast du gemeistert?
  • In welchem Semester und Modul entstand das Projekt?

Potenzielle Arbeitgeber*innen und Unis können deine Fähigkeiten mit diesen Informationen besser einordnen.

3. Erkläre dein Konzept

Ein erfolgreiches Architektur-Portfolio enthält nicht nur beeindruckende Bilder, sondern erklärt auch das Konzept und die Ideen hinter den Projekten. 

Zeig, dass du komplexe Probleme lösen und fachlich versierte, kreative Lösungen finden kannst. 

Dein Konzept kannst du z.B. durch Texte, Skizzen, Modell-Fotos, Studien und Diagramme darstellen.

4. Zeige deine Arbeitsweise

Zeige deine Arbeitsweise, indem du auch Skizzen, die Entwicklung deines Entwurfs und Konzepte in dein Portfolio aufnimmst. Dadurch lässt sich besser verstehen, wie du arbeitest und deine Projekte entwickelst.

Das ist besonders wichtig, wenn du nicht so viele Projekte im Portfolio hast oder dich mit deinem Portfolio für Master-Studiengänge bewirbst. 

5. Betone deine Fähigkeiten

Dein Portfolio muss deine spezifischen Fähigkeiten und Kenntnisse zeigen. Also die, die dich von anderen Bewerber*innen abheben.

  • Was kannst du besser?
  • Was macht dich und deine Arbeit aus?

Wenn du dich beispielsweise auf Umbau und Sanierung spezialisiert hast, hebe in deinen Projekten deine Fähigkeiten auf diesem Gebiet hervor. Wenn dir ressourcenschonendes Bauen besonders wichtig ist, zeig deine besten Projekte in diesem Bereich.

6. Zeige verschiedene Darstellungsarten

Nutze verschiedene Darstellungsarten, um deine Projekte zu präsentieren. Unis und Architekt*innen wollen sehen, dass du Technische Zeichnungen, Modelle, Diagramme, Studien, Lagepläne, usw. anfertigen kannst.

Du musst nicht alle Darstellungsarten bei jedem Projekt zeigen, aber insgesamt muss sichtbar werden, dass du Ideen, Konzepte und Entwürfe auf unterschiedliche Arten darstellen, also bestmöglich kommunizieren kannst.

Gestaltung, Inhalt und Aufbau: 15 Tipps für ein erfolgreiches Architektur-Portfolio | © Anett Ring, Architektur-studieren.info

7. Nur aussagekräftige Perspektiven im Portfolio

Studierende neigen dazu, ihre Architektur-Portfolios mit Visualisierungen zu überladen. Achte darauf, dass dir das nicht passiert. 

Wähle nur aussagekräftige Perspektiven aus, die für das Verständnis deines Architekturentwurfs elementar sind.

8. Gestalte ein individuelles Architektur-Portfolio, dass deine Projekte rahmt

Die Gestaltung deines Portfolios ist der (Bilder-)Rahmen für deine Projekte.

Achte auf ein durchgängiges und ansprechendes Layout, dass zu deinen Projekten passt. 

Lass die Finger von Templates und „Inspiration“ (aka Kopien). Warum? Es fällt auf, wenn in einem Stapel Bewerbungen zig Mal das gleiche Layout zu sehen ist. In dieser Masse gehst du unter.

  • Vermeide übermäßige Verzierungen und halte deine Gestaltung professionell.
  • Wähle angenehm lesbare Schriftarten, -größen und Zeilenabstände.
  • Finger weg von Blocksatz und „nur Kleinschreibung“/„nur Großbuchstaben“.
  • Gliedere deine Texte mit sinnvollen Absätzen.

9. Wähle das richtige Format

Wähle das richtige Format für dein Architektur-Portfolio aus. An eine gedruckte Version haben wir andere gestalterische Anforderungen, als an eine digitale Version, die du z.B. per E-Mail versenden musst.

10. Bleib organisiert

Schaffe eine klare Struktur für dein Portfolio. Stelle sicher, dass durch deine Seitengestaltung deine Projekte in kürzester Zeit erfasst werden können und deine Arbeit insgesamt verständlich ist.

Das heißt, dass du alle relevanten Informationen und Inhalte übersichtlich präsentierst.

11. Nutze visuelle Hierarchien

Verwende visuelle Hierarchien, um wichtige Informationen hervorzuheben und die Aufmerksamkeit des Betrachters zu lenken. Zum Beispiel durch Typografie, Farben oder Anordnung im Layout.

12. Qualität statt Quantität

Jedes Projekt, jeder Text und jede Abbildung in deinem Portfolio sollte qualitativ hochwertig sein.
Es ist besser, wenige Projekte in deinem Portfolio zu haben, die qualitativ hochwertig sind, als viele Projekte, die deine Fähigkeiten nicht repräsentieren.

13. Vergiss deine Kontaktdaten nicht

Klingt simpel? Wird trotzdem sehr häufig vergessen!

Deine Kontaktdaten (Adresse, E-Mail-Adresse und Telefonnummer) müssen gut sichtbar in deinem Portfolio sein.

14. Passe dein Portfolio an die Stelle an, für die du dich bewirbst

  • Architekturbüros wollen wissen, ob du in ihr Team passt und deine Aufgaben im Büro erfüllen wirst.
  • Unis wollen sehen, ob du dazu in der Lage bist, diesen Studiengang erfolgreich abzuschließen.

 

Wie du das zeigst? Indem du dein Portfolio an die Stelle anpasst, für die du dich bewirbst.

Wenn du dich beispielsweise für eine Stelle in einem Architekturbüro bewirbst, das sich auf nachhaltiges Design spezialisiert hat, sollten deine Projekte diesen Fokus unterstreichen. 

Oder wenn du dich auf einen Master-Studiengang mit Schwerpunkt Städtebau bewirbst, wollen die Gutachter*innen – unter anderem – sehen, dass du das notwendige Vorwissen für einen Master-Studiengang mitbringst.

Achtung: Zeige nicht nur Projekte aus deinem Schwerpunktbereich, sondern auch deine Vielfalt.

15. Hol dir Unterstützung! Lass andere dein Architektur-Portfolio überprüfen

Es ist schwer, dein eigenes Portfolio objektiv zu betrachten. Lass dir deshalb von anderen Feedback und Anregungen zur Verbesserung geben. Nimm dieses Feedback zu deinem Architektur-Portfolio ernst und verbessere es dadurch.

Hol dir mein Feedback zu jeder einzelnen Seite, jedem klitzekleinem Element deines Architektur-Portfolios. Ich sag dir ganz konkret, wie du Aufbau, Inhalt und Gestaltung verbessern kannst.

Fazit

Ein überzeugendes Architektur-Portfolio ist die Grundlage für eine erfolgreiche Karriere in der Architekturbranche. Mit den hier vorgestellten Tipps gestaltest du ein Portfolio, dass deine Fähigkeiten, Kenntnisse und Kreativität bestmöglich präsentiert. Nur so kannst du die Aufmerksamkeit potenzieller Arbeitgeber*innen und deiner Wunsch-Unis auf dich ziehen.

Denk daran, dass dein Architektur-Portfolio ein „lebendiges“ Dokument ist. Du musst es regelmäßig aktualisieren und verbessern, und deine neuesten Projekte und aktuellen Erfahrungen zu zeigen. Bleib auch offen für Feedback von Architekt*innen und anderen Fachleuten, um dein Portfolio weiter zu optimieren.

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