10 Bücher, die jeder Architekturstudent lesen sollte!

Neben technischen und künstlerischen Inhalten, gehören auch historische und sozialwissenschaftliche Themen zum interdisziplinären Architekturstudium dazu.

In den folgenden 10 Sach- und Fachbüchern wird die Bedeutung von Architektur, Städtebau und Stadtplanung für die Lebensqualität der Menschen thematisiert sowie aktuelle und vergangene Entwicklungen in diesen Fachbereichen kritisch hinterfragt.

Jan Gehl: Städte für Menschen | © Jovis Verlag

Städte für Menschen„* von Jan Gehl

#Raumplanung, #Soziologie

Inhalt: „Seit mehr als 40 Jahren befasst sich der Architekt und Stadtplaner Jan Gehl damit, Plätze, Straßen, ja ganze Stadtviertel zum Wohle der Bewohner neu oder umzugestalten. Er stützt sich dabei auf Erkenntnisse, die er durch langjährige Untersuchungen von Großstadtsituationen in verschiedenen Ländern gewonnen hat. Indem Gehl selbst Millionenstädte kleinmaßstäblich und im Detail betrachtet, entwickelt er Mittel und Wege, dysfunktionale und unwirtliche Stadtlandschaften entscheidend zu verändern. Dabei finden demografische Entwicklungen und sich wandelnde Lebensstile ebenso Berücksichtigung wie gestalterische Prozesse. Wichtigster Grundsatz für Jan Gehls Stadtplanung nach menschlichem Maß: Der Stadtraum muss mit der Geschwindigkeit eines Fußgängers erlebt werden statt aus einem Fahrzeug heraus. Nur so kann es gelingen, sowohl traditionelle Metropolen wie die schnell wachsenden Städte von Entwicklungs- und Schwellenländern zu „Städten für Menschen“ zu machen.

Das Buch präsentiert Jan Gehls Arbeit im Bereich Neubau sowie der Umgestaltung städtischer Räume und Verkehrsflächen. Darstellungen seiner Planungsmodelle in Text und Bildern sowie Planungsprinzipien und Methoden veranschaulichen, wie einfach lebendige, sichere, nachhaltige und gesunde Städte in Zukunft entstehen können.“ (Angaben des Verlages)

Peter Zumthor: Architektur denken | © Birkhäuser Verlag

Architektur Denken„* von Peter Zumthor

#Architekturtheorie

Inhalt: „Eine Architektur, die in einer sinnlichen Verbindung zum Leben stehen soll, erfordert ein Denken, das über Form und Konstruktion weit hinausgeht. In seinen Texten bringt Peter Zumthor zum Ausdruck, was ihn zu seinen Gebäuden motiviert, die Gefühl und Verstand auf so vielfältige Weise ansprechen und über eine unbedingte Präsenz und Ausstrahlung verfügen. Dieses Buch, das nun bereits in dritter Auflage erscheint, wurde um zwei neue Essays ergänzt: «Architektur und Landschaft» beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Bauwerk und Umgebung, dem Geheimnis der gelungenen Platzierung und topografischen Einbindung von Architektur. In «Die Leiserhäuser» beschreibt Peter Zumthor das Entstehen zweier Holzhäuser im bündnerischen Leis und thematisiert damit die besondere Herausforderung, zeitgenössische Architektur in einen traditionellen baulichen Kontext zu integrieren.“ (Angaben des Verlages)

Gaston Bachelard: Poetik des Raumes | © Fischer Verlag

Poetik des Raumes„* von Gaston Bachelard

#Literaturwissenschaften

Inhalt: „Bachelards Interesse gilt den einfachen poetischen Bildern, die den Leser eines Gedichts oder eines Romans beunruhigen, ihn nicht mehr loslassen, »in ihm Wurzeln schlagen«. Woher rührt diese Macht des Bildes? Die Psychoanalyse hat – z. B. mittels der Traumdeutung – versucht, das Bild intellektuell aufzulösen und auf einen verborgenen Wunsch zurückzuführen. »Der Analytiker erklärt die Blume aus dem Dünger«, hält Bachelard dem entgegen; seiner Auffassung nach ist das poetische Bild etwas absolut Ursprüngliches, die Einbildungskraft daher eines der tiefsten menschlichen Vermögen. Um diese These zu untermauern, untersucht Bachelard einfache, zumeist positiv besetzte Bilder des Raumes, die in den Dichtungen aller Sprachen häufig wiederkehren. Zunächst Bilder intimer Räumlichkeit: das Haus, der Schlupfwinkel, die Höhle; sodann die »Häuser der Dinge«: Schubladen, Truhen, Nester und Muscheln; schließlich der Gegensatz von Drinnen und Draußen und das Bild der Rundheit. In unakademischer, selbst wiederum bildhafter Sprache begründet damit Bachelard ein Verfahren vergleichender Literaturwissenschaft, das prinzipiell von jedem Leser nachvollziehbar ist: eine Theorie des »Widerhalls« von Literatur im Geiste des Lesers.“ (Angaben des Verlages)

Aldo Rossi: Die Architektur der Stadt | © Bauwelt Fundamente

Die Architektur der Stadt„* von Aldo Rossi

#Städtebau, #Stadtplanung

Kevin Lynch: Das Bild der Stadt | © Bauwelt Fundamente

Das Bild der Stadt„* von Kevin Lynch

#Architektur, #Städtebau, #Stadtbild

Inhalt: „Wie orientieren wir uns in einer Stadt? Woher rühren unsere ganz fest umrissenen visuellen Vorstellungen? Um diese Fragen beantworten zu können, studierte Kevin Lynch die Erfahrungen von Menschen und zeigt damit, wie man das Bild der Stadt wieder lebendiger und einprägsamer machen könnte.“ (Angaben des Verlages)

Robert Venturi: Learning from Las Vegas | © Birkhäuser Verlag

Learning from Las Vegas„* von Robert Venturi

#Städtebau, #Architektur, #Raumordnung

Hartmut Häussermann: Stadtsoziologie. Eine Einführung. | © Campus Verlag

Stadtsoziologie. Eine Einführung.„* von Hartmut Häussermann

#Stadtsoziologie, #Soziologie

Inhalt: „Von der modernen Großstadt bis zur beschaulichen Provinzstadt, von den Lebensstilen in der Innenstadt bis zu den Villenvierteln behandelt die Stadtsoziologie ein breites Themengebiet. Das Lehrbuch bietet einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Bereiche der stadtsoziologischen Forschung und deren theoretische Ansätze. In einem wissenschaftsgeschichtlichen Abriss wird die Entwicklung des soziologischen Denkens über die Stadt dargestellt, beginnend mit Marx / Engels über Weber bis zu den aktuellen Debatten über moderne Urbanität. Die feministische Perspektive auf die Stadt und die Tradition der Gemeindestudien werden in eigenen Kapiteln behandelt.
Ausführlich werden überdies die Ursachen und Folgen sozialer Segregation und „ethnischer Koloniebildung“ in den Städten thematisiert.
Das Buch wendet sich nicht nur an Studierende, es ist auch geeignet für Leser, die nicht mit der Fachsprache vertraut sind und ein allgemeines Interesse an sozialen Fragen bzw. an der Stadt haben.“ (Angaben des Verlages)

Heike Delitz: Gebaute Gesellschaft. Architektur als Medium des Sozialen. | © Campus Verlag

Gebaute Gesellschaft. Architektur als Medium des Sozialen.„* von Heike Delitz

#Architektur, #Soziologie

Inhalt: „Architektur gibt der Gesellschaft erst eine sicht- und greifbare Gestalt. Sie schafft also eher die soziale Realität, statt sie nur auszudrücken. Architektur ist zudem auch visionär und richtungsweisend für gesellschaftliche Entwicklungen. Heike Delitz entwickelt erstmals eine systematische soziologische Theorie der Architektur. In Fallstudien untersucht sie europaweit wegweisend gewordene Architekturen wie beispielsweise die des Bauhauses. Sie geht dabei der Frage nach, wie unsere Gesellschaft mit ihrer Architektur zu dem geworden ist, was sie ist.“ (Angaben des Verlages)

Marc Augé: Nicht-Orte | © Verlag C. H. Beck

Nicht-Orte„* von Marc Augé

#Raumwahrnehmung, #Ort, #Identität, #Soziologie

Inhalt: „Marc Augé ist der Begründer einer Ethnologie des „Nahen“. In seinem Buch Nicht-Orte konstatiert er im Zuge von Modernisierung und Globalisierung weltweit eine rasante Zunahme von sinnentleerten, transitorischen Funktionsorten. Diese „Nicht-Orte“ wie z.B. Flughäfen, U-Bahnen, Flüchtlingslager, Supermärkte oder Hotelketten sind keine „anthropologischen Orte“, man ist nicht heimisch in ihnen, sondern es sind „Orte des Ortlosen“ und gewissermaßen das Gegenteil von „Erinnerungsorten“. Diese Räume stiften keine individuelle Identität, haben keine gemeinsame Vergangenheit und schaffen keine sozialen Beziehungen. Sie sind Zeichen kollektiven Identitätsverlusts. „Der Raum der Nicht-Orte schafft Einsamkeit und Gleichförmigkeit.“ Marc Augés Buch, stark rezipiert in den Kulturwissenschaften, war lange vergriffen. Es ist jetzt mit einem neuen Nachworte des Verfassers wieder zugänglich.“ (Angaben des Verlages)

Kenneth Frampton: Die Architektur der Moderne: Eine kritische Baugeschichte | © DVA Architektur

Die Architektur der Moderne: Eine kritische Baugeschichte„* von Kenneth Frampton

#Architektur, #Geschichte

Inhalt: „Kenneth Frampton hat »mit seiner Baugeschichte zur Architektur der Moderne etwas bewirkt, was nur wenigen Autoren vor ihm vergönnt gewesen ist. Seine kritische Analyse hat über immerhin fast drei Jahrzehnte und über alles Zeitgeistige hinweg absolut nichts an Gültigkeit eingebüßt. Damit ist sie ein Glücksfall, wirkt sie damit doch wie eine Art Missing Link zwischen dem ausgehenden 20. und dem 21. Jahrhundert.« Frank R. Werner

Ein fundierter Überblick – ein Muss für jeden Architekten und Architekturbegeisterten.“ (Angaben des Verlages)

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