Wettbewerb: 60plus XXL (29.09.2017)

ICOMOS Deutschland, die Hochschule Trier (Fachrichtung Architektur), die Hochschule Wismar (Fakultät Gestaltung), der Arbeitskreis Theorie und Lehre in der Denkmalpflege e. V., die Architektenkammer Mecklenburg-Vorpommern und die Wüstenrot Stiftung haben gemeinsam den Wettbewerb „60plus XXL“ ausgelobt. Teilnehmen können Studierende der Architektur, Innenarchitektur, Stadtplanung, Kunstgeschichte, Restaurierung, Archäologie oder anderer denkmalrelevanter Disziplinen. Gesucht werden Plädoyers zur Erhaltung von Großanlagen des baulichen und technischen Erbes der Vorwendezeit.

Aufgabenstellung:

„Im Sinne einer Identität und Geschichtsbewusstsein fördernden Erhaltung des baukulturellen Erbes ist es verstärkt notwendig, auch jüngere Zeugnisse der Architektur- und Stadtbaugeschichte ins Blickfeld der Denkmalpflege zu rücken. Dazu zählen Werke der 70er, 80er und 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, die heute zunehmend öffentliche Aufmerksamkeit und konservatorisches Interesse auf sich ziehen, aber auch Kontroversen auslösen.

Mit dem Studentenwettwettbewerb „60plus XXL“ möchten die Auslober den ICOMOS- Studentenwettbewerb 2015 „from 60 to 90“ fortführen und das Augenmerk auf den „big stuff“ der in den Vorwendejahrzehnten entstandenen Verbundkomplexe lenken. Ausgedehnte und vielschichtige Großanlagen wie Megastrukturen der technischen und öffentlichen Infrastruktur, Industrie- und Verkehrsanlagen, komplexe Bildungs-, Forschungs- und Gesundheits- oder Kultur- und Konferenzzentren sowie Großwohnanlagen gehören zu dieser Zeitschicht und stellen eine besondere Herausforderung an gängige Denkmalerwartungen dar.

Erwartet wird die Untersuchung einer extra großen und komplexen baulichen bzw. technischen Anlage auf mögliche Denkmalbedeutungen und Strategien der Erhaltung und sinnvollen Nutzung des vorgestellten Bau- und Technikzeugnisses. Das analysierte und präsentierte XXL-Projekt soll im Zeitraum zwischen 1960 und 1990 entstanden sein.

Recherchieren Sie die Entstehungsgeschichte sowie die weitere Nutzungs- und Veränderungsgeschichte des Objekts. Diskutieren Sie Denkmalkriterien und Möglichkeiten einer denkmalgerechten Erhaltung und Nutzung. Was macht die kulturhistorische Bedeutung der vorgestellten Großanlage aus? Warum sollte sie erhalten werden? Wer sind mögliche Adressaten und Interessenten oder Partner einer erhaltenden Erneuerung und Nachnutzung? Wie ist der historische Zeugniswert, wie sind architektonische, städtebauliche und technische Qualitäten zu bewerten? Von welcher historischen Bedeutung ist die gewählte Großstruktur für wen? Welche Potentiale bieten das Objekt und seine Sanierung für die lokale Identität und Aneignung? Welchen Beitrag können Nutzungsänderungen und dafür erforderliche Anpassungen für die dauerhafte Erhaltung der Großanlage leisten? Analysieren und reflektieren Sie Anforderungen und Erhaltungsperspektiven im Spektrum möglicher Nachnutzungen der Großanlagen zwischen der Fortführung bestehender Funktionen, der Nutzungsanpassung an sich verändernde Funktionen oder der Umnutzung für neue Zwecke bis hin zur Nichtnutzung und temporären „Einmottung“ für eine künftige Reaktivierung.“

 

Der Abgabetermin (Postsendung DIN A4) ist am 29. September 2017 (Poststempel). Ausführliche Informationen zum Wettbewerb, unter anderem zu den Preisen und den geforderten Unterlagen, findest du hier: [PDF auf der Website der Architektenkammer Thüringen].

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